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Psychiatrische Neurochirurgie

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Ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte der psychiatrischen Neurochirurgie (PNS)

Das Ziel des internationalen, interdisziplinären Verbundprojekts besteht in der umfassenden Untersuchung ethischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Fragen des gesamten Gebiets der zeitgenössischen psychiatrischen Neurochirurgie (PNS) mit empirischen und normativen Methoden. Dieses Gebiet umfasst nicht nur die Tiefe Hirnstimulation (THS), die bereits intensiv von Ethikern und Rechtswissenschaftlern untersucht worden ist, sondern auch ablative neurochirurgische Methoden (Mikrochirurgie und Radiochirurgie). In dem Projekt vergleichen wir Vor- und Nachteile der ablativen Methoden und der psychiatrischen THS. Wir betrachten auch aufkommende Methoden, die darauf abzielen, bestimmte Gehirnfunktionen situationsspezifisch automatisch zu steuern (z. B. Optogenetics, Closed-Loop-DBS). Insbesondere untersuchen wir mögliche Anwendungen der psychiatrischen Neurochirurgie ethisch, z.B. vollautomatische Implantate zur Verhaltenskontrolle von pädophilen oder psychopathischen Straftätern.

Ein wichtiges Ziel des gesamten Verbundprojekts besteht darin, gemeinsame Empfehlungen für eine verantwortliche Entwicklung der psychiatrischen Neurochirurgie auszuarbeiten, zu publizieren und den einschlägigen Fachgesellschaften sowie Ethikkommissionen zukommen lassen.

Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (01GP1621A bzw. B), vom CIHR-INMHA (Kanada) und vom National Institute of Health Carlos III (Spanien) gefördert.

Laufzeit: 1.04.2016 bis 31.03.2019

Mitarbeiter im Projekt

Merlin Bittlinger

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktorand

Merlin Bittlinger