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Medizinethik

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Medizinethik

Unter der Leitung von PD Dr. Sabine Müller werden im Bereich der Medizinethik mehrere Projekte durchgeführt.

Rita Riedmüller: Ethische Aspekte der Milde-Enzephalitis-Hypothese der Schizophrenie

Als Studierende der Medizin (seit April 2011) wurde ich im Rahmen einer Hausarbeit auf den Forschungsbereich Mind and Brain der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM aufmerksam.
Unter der Betreuung von PD Dr. Sabine Müller und Prof. Dr. Dr. Henrik Walter arbeite ich seit Mai 2014 an meiner publikationsbasierten Promotion, die sich mit ethischen Fragen der biologischen Psychiatrie befasst. Neben der Mitarbeit an einer Publikation zu ethischen Fragen der neurochirurgischen Behandlung der Anorexie habe ich zwei Publikationen zu ethischen Implikationen der Milde-Enzephalitis-Hypothese der Schizophrenie mitverfasst.

Publikationen:

Müller, S., & Riedmüller, R. (2017). How Will the Mild Encephalitis Hypothesis of Schizophrenia Influence Stigmatization? Frontiers in Psychiatry, 8, 67. 

Riedmüller, R., & Müller, S. (2017). Ethical Implications of the Mild Encephalitis Hypothesis of Schizophrenia. Frontiers in Psychiatry, 8, 38.

Müller, S., Riedmüller, R., Walter, H., & Christen, M. (2015). An Ethical Evaluation of Stereotactic Neurosurgery for Anorexia Nervosa. AJOB Neuroscience, 6(4), 50-65.

Müller, S., Riedmüller, R., & van Oosterhout, A. (2015). Rivaling paradigms in psychiatric neurosurgery: adjustability versus quick fix versus minimal-invasiveness. Frontiers in Integrative Neuroscience, 9, 27.

Lucia Reuter: Akademischer Kapitalismus in der biomedizinischen Forschung - Wissenschaftsfreiheit und Eigentumsgarantie im internationalen Recht

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Université Paris II Panthéon-Assas mit den Schwerpunkten Europarecht und internationales Recht habe ich im September 2015 die erste juristische Staatsprüfung im Land Berlin abgelegt.  Seit Oktober 2015 promoviere ich mit einem Stipendium bei der Berlin School of Mind and Brain zum Thema "Akademischer Kapitalismus in der biomedizinischen Forschung - Wissenschaftsfreiheit und Eigentumsgarantie im internationalen Recht".

Publikationen:

Quynh Bach: Ethische Herausforderungen der Epilepsiechirurgie bei Kindern

Als Studentin der Medizin und Philosophie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin führten mich meine beiden Interessensschwerpunkte nach Studienaufenthalten an der Hanoi Medical University, Université Paris Descartes, University College London und der University of Oxford zu ihrer Schnittstelle: der Medizinethik. Auf das Gebiet der Neuroethik traf ich zum ersten Mal im Rahmen des Seminars „Neuroethik - Ethische Fragen der Neurowissenschaften“ von PD Dr. Sabine Müller. Mit einem Stipendium promoviere ich nun unter ihrer Betreuung in der Neuroethik zum Thema „Ethische Herausforderungen der Epilepsiechirurgie bei Kindern“. In meiner Dissertation werde ich Kinder mit Epilepsie sowie deren Eltern zur Entscheidungsfindung über einen neurochirurgischen Eingriff sowie zu dessen psychosozialen Folgen befragen. Anschließend werde ich die Ergebnisse der Befragung unter Einbeziehung der empirischen Literatur der Epilepsiechirurgie auf Basis der Prinzipien der biomedizinischen Ethik von Beauchamp and Childress sowie neuerer Ansätze der Kinderethik medizinethisch diskutieren.

Anika Spreen: Ethische Bewertung von klinischen Anwendungen der Optogenetics

Nach Abschluss des Physikstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit dem Master im Jahr 2016, habe ich ein Praktikum in der Arbeitsgruppe „Neurophilosophie, Neuroethik und Medizinethik“ des Forschungsbereiches Mind and Brain absolviert. Unter der Betreuung von PD Dr. Sabine Müller und Prof. Dr. Dr. Henrik Walter begann ich im Anschluss daran meine Promotion zum Thema “Ethische Aspekte der Optogenetik“. Seit April 2017 beschäftige ich mich im Rahmen meiner Arbeit mit ethischen Fragen zu potentiellen optogenetischen Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene neurologische und psychiatrische Krankheiten.

Henning Wißmann: Medizinethische Erörterung des Meldeverhaltens in Berlin niedergelassener Kinderärztinnen und Kinderärzte im Verdachtsfall der Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung

Seit April 2014 bin ich Student der Humanmedizin an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Im Rahmen einer Hausarbeit wurde ich auf den Forschungsbereich Mind and Brain und die Arbeitsgruppe „Neurophilosophie, Neuroethik und Medizinethik“ aufmerksam.
Unter der Betreuung von PD Dr. Sabine Müller (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM) und Dr. Mike Peters (Institut für Rechtsmedizin ‒ Arbeitsgruppe „Medizinschäden/Patientensicherheit“) arbeite ich seit November 2017 an meiner interdisziplinären Promotionsarbeit.
Im Rahmen einer berlinweiten Studie untersuche ich das Meldeverhalten und insbesondere die Beweggründe der Entscheidungsfindung von hausärztlich tätigen Kinder- und Jugendmedizinern bzw. -psychiatern im Verdachtsfall einer physischen oder psychischen Kindesmisshandlung oder Kindesvernachlässigung.
Die Studienergebnisse werde ich unter Bezug auf die derzeitige Rechtslage in Deutschland medizinethisch diskutieren, wobei ich neuere medizinethische Ansätze heranziehen werde, die Kinderrechte explizit berücksichtigen.