Medizinethik

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Medizinethik

Unter der Leitung von PD Dr. Sabine Müller werden im Bereich der Medizinethik mehrere Projekte durchgeführt.

Ethische Aspekte der Milde-Enzephalitis-Hypothese der Schizophrenie

Unter der Betreuung von PD Dr. Sabine Müller und Prof. Dr. Dr. Henrik Walter habe ich seit Mai 2014 an meiner publikationsbasierten Promotion gearbeitet, die sich mit ethischen Fragen der biologischen Psychiatrie befasst. Neben der Mitarbeit an einer Publikation zu ethischen Fragen der neurochirurgischen Behandlung der Anorexie habe ich zwei Publikationen zu ethischen Implikationen der Milde-Enzephalitis-Hypothese der Schizophrenie mitverfasst.
Im November 2018 habe ich mein Examen abgelegt, und im März 2019 meine Disputation bestanden.

Doktorarbeit Rita Riedmüller (Dr. med.)

Finanzierung: keine.

Publikationen:

Müller, S., & Riedmüller, R. (2017). How Will the Mild Encephalitis Hypothesis of Schizophrenia Influence Stigmatization? Frontiers in Psychiatry, 8, 67. 

Riedmüller, R., & Müller, S. (2017). Ethical Implications of the Mild Encephalitis Hypothesis of Schizophrenia. Frontiers in Psychiatry, 8, 38.

Müller, S., Riedmüller, R., Walter, H., & Christen, M. (2015). An Ethical Evaluation of Stereotactic Neurosurgery for Anorexia Nervosa. AJOB Neuroscience, 6(4), 50-65.

Müller, S., Riedmüller, R., & van Oosterhout, A. (2015). Rivaling paradigms in psychiatric neurosurgery: adjustability versus quick fix versus minimal-invasiveness. Frontiers in Integrative Neuroscience, 9, 27.

Ethische Aspekte der Epilepsiechirurgie bei Kindern

Als Studentin der Medizin und Philosophie an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin führten mich meine beiden Interessensschwerpunkte nach Studienaufenthalten an der Hanoi Medical University, Université Paris Descartes, University College London und der University of Oxford zu ihrer Schnittstelle: der Medizinethik. Auf das Gebiet der Neuroethik traf ich zum ersten Mal im Rahmen des Seminars „Neuroethik - Ethische Fragen der Neurowissenschaften“ von PD Dr. Sabine Müller. Mit einem Stipendium promoviere ich nun unter ihrer Betreuung in der Neuroethik zum Thema „Ethische Herausforderungen der Epilepsiechirurgie bei Kindern“. In meiner Dissertation werde ich Kinder mit Epilepsie sowie deren Eltern zur Entscheidungsfindung über einen neurochirurgischen Eingriff sowie zu dessen psychosozialen Folgen befragen. Anschließend werde ich die Ergebnisse der Befragung unter Einbeziehung der empirischen Literatur der Epilepsiechirurgie auf Basis der Prinzipien der biomedizinischen Ethik von Beauchamp and Childress sowie neuerer Ansätze der Kinderethik medizinethisch diskutieren.

Doktorarbeit Quynh Bach (cand. med.)

Finanzierung: keine

Ethische Bewertung von klinischen Anwendungen der Optogenetics

Nach Abschluss des Physikstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit dem Master im Jahr 2016, habe ich ein Praktikum in der Arbeitsgruppe „Neurophilosophie, Neuroethik und Medizinethik“ des Forschungsbereiches Mind and Brain absolviert. Unter der Betreuung von PD Dr. Sabine Müller und Prof. Dr. Dr. Henrik Walter begann ich im Anschluss daran meine Promotion zum Thema “Ethische Aspekte der Optogenetik“. Seit April 2017 beschäftige ich mich im Rahmen meiner Arbeit mit ethischen Fragen zu potentiellen optogenetischen Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene neurologische und psychiatrische Krankheiten.

Doktorarbeit Anika Spreen (Ph.D.-student)

Finanzierung: keine.

Ethische Untersuchungen des Berichtsverhaltens von Berliner Kinderärzten zu vermuteten Fällen von Kindesmissbrauchs oder –vernachlässigung

Seit April 2014 bin ich Student der Humanmedizin an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Im Rahmen einer Hausarbeit wurde ich auf den Forschungsbereich Mind and Brain und die Arbeitsgruppe „Neurophilosophie, Neuroethik und Medizinethik“ aufmerksam.
Unter der Betreuung von PD Dr. Sabine Müller (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM) und Dr. Mike Peters (Institut für Rechtsmedizin ‒ Arbeitsgruppe „Medizinschäden/Patientensicherheit“) arbeite ich seit November 2017 an meiner interdisziplinären Promotionsarbeit.
Im Rahmen einer berlinweiten Studie untersuche ich das Meldeverhalten und insbesondere die Beweggründe der Entscheidungsfindung von hausärztlich tätigen Kinder- und Jugendmedizinern bzw. -psychiatern im Verdachtsfall einer physischen oder psychischen Kindesmisshandlung oder Kindesvernachlässigung.
Die Studienergebnisse werde ich unter Bezug auf die derzeitige Rechtslage in Deutschland medizinethisch diskutieren, wobei ich neuere medizinethische Ansätze heranziehen werde, die Kinderrechte explizit berücksichtigen.

Doktorarbeit Henning Wißmann (cand. med.)

Finanzierung: keine.