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Forschungsbereich Mind and Brain Charité: Forschungsansatz und -ziele

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Forschungsansatz

In einem interdisziplinärem Ansatz verbindet der Forschungsbereich Mind and Brain Psychiatrie, Neurowissenschaft, Psychologie und Philosophie zur Erforschung des menschlichen Geistes und seiner Störungen. Er beruht auf der Erkenntnis, dass die strikte Trennung von körperlich-physischen Prozessen einerseits und geistig-seelischen Prozessen überholt ist. Der empirische Schwerpunkt ist die funktionelle Bildgebung des Gehirns als Teil der Kognitiven Neurowissenschaften. Sie fokussiert auf die Systemebene des Gehirns und kann dabei helfen, den großen Graben zwischen den molekularen Wissenschaften und der Psychologie und Psychopathologie zu überbrücken.

Forschungsziele

  1. Grundlegende Mechanismen des menschlichen Geistes bei Gesunden, vor allem in den Bereichen Emotion, Volition und sozialer Kognition. Die Fragestellungen reichen vom Einfluss genetischer Varianten auf grundlegende Hirnfunktionen bis hin zu den neuronalen Schaltkreisen moralischen und sozialen Verhaltens.
  2. Mechanismen psychischer Störungen bei ausgewählten Patientengruppen mit dem Ziel, Ursachen und Folgen psychischer Erkrankungen besser zu verstehen und damit langfristig diagnostische und therapeutische Verfahren zu verbessern und neu zu entwickeln. Klinische Schwerpunkte sind die affektiven und schizophrenen Psychosen sowie die Neuropsychotherapie.
  3. Aktuellen Fragestellungen der Philosophie des Geistes und der Ethik, insbesondere mit der Bedeutung aktueller neurowissenschaftlicher und psychiatrischer Erkenntnisse für das Selbstverständnis des Menschen sowie deren gesellschaftlichen  Auswirkungen, Chancen und Risiken.